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Archive for the ‘Graphic Novel’ Category

Einmal im Jahr feiert die deutschsprachige Comicszene den sogenannten Gratis-Comic-Tag (GCT). Dann liegen in vielen Comic-Läden und Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz 30 eigens für diesen Tag produzierte Hefte aus, die kostenlos mitgenommen werden können. Ziel der Aktion ist es, das narrative Potential, die thematische Vielfalt und künstlerische Qualität des Mediums einer breiteren Öffentlichkeit vertraut zu machen. Vor allem aber soll sie all jenen Menschen, die ihren Lesestoff über das Internet beziehen, einen Anreiz bieten, wieder mehr die lokalen Buch- und Comicläden zu besuchen.

Die Auswahl in diesem Jahr ist wieder mal fein: 30 unterschiedliche Hefte haben die Verlage produzieren lassen, darunter Auszüge aus aktuellen Manga-Bestsellern wie „One-Punch Man“, crossmediale Comic-Stories zu TV-Formaten wie „Sherlock“ und „Dr. Who“, traditionelle US-Comic-Helden wie Superman und Spider-Man oder moderne zeitgeistige Heldinnen wie die „Paper Girls“ aus dem Verlag Cross Cult.

Dazu intelligente Independent- und freche Pulp-Unterhaltung aus Deutschland, Kindercomics und allerlei Phantastisches. Und natürlich nicht zu vergessen: die Ausgabe zum 65. Geburtstag von Entenhausens genialischen Erfinder Daniel Düsentrieb oder André Franquins Berufschaot „Gaston“, der auch schon 60 Jahre alt wird (man sieht’s ihm nicht an!).

Sie sind Krimi- und Thriller-Fan? Auch an diese Interessen ist gedacht: Die französische Serie „Gil St. Andre“ (All Verlag) ist ein Entführungs-Thriller mit überraschenden Wendungen. „Sherlock“ ist eine japanische Version der BBC-Serie mit Benedict Cumberbatch. Etwas freier, aber auch Sherlock Holmes: „Die Chroniken des Moriaty“ ist eine Horror-Lovecraft-Variante des legendären Stoffes von Arthur Conan Doyle. „Silver“ ist ein stylischer Vampir-Krimi in Schwarzweiß. Und aus Deutschland kommt der Verschwörungs-Thriller „Seneca Akte: Die Ustica-Verschwörung“.

Welcher Laden macht mit?

Knapp 330 Händler haben sich zum diesjährigen Gratis-Comic-Tag angemeldet. Bei einigen Comic-Händlern gibt es am Samstag darüber hinaus auch noch Signierstunden mit Comic-Künstlern, Ausstellungen oder zusätzliche Sonderangebote. Wer wissen möchte, welcher Händler denn aus der Nähe überhaupt mitmacht, kann das hier auf der Webseite zum Comic-Tag nachsehen.

In Ostwestfalen-Lippe nehmen sieben Händler teil: Der Comic-Laden in Lemgo (Kreis Lippe), das Comic- und Musik-Archiv in Bielefeld, der Laden „Moderne Zeiten“ in Bielefeld, sowie die Thalia-Buchhandlungen in Bielefeld, Minden, Paderborn und Bad Oeynhausen.

Verlosung von drei Comics

„Seitengang – Ein Literatur-Blog“ verlost in diesem Jahr mit dem Veranstalter drei Comics (nicht deren Gratis-Hefte!): „Sherlock Holmes & das Necronomicon“ (Splitter Verlag), „Hilda und der Mitternachtsriese“ (Reprodukt Verlag) sowie „Superman: Lois und Clark“ (Bd.1, Panini Verlag). Was Sie tun müssen, um eines dieser Comics zu gewinnen? Kommentieren Sie einfach diesen Artikel und schreiben Sie, warum Sie so gerne Comics bzw. Graphic Novels lesen, und vielleicht auch, welchen der drei Comics Sie am liebsten gewinnen würden.

Alle Kommentare bis Freitag, 12. Mai, 11.59 Uhr, landen im Lostopf (beachten Sie auch die Teilnahmebedingungen am Ende dieses Artikels!).

Die Verlosung ist beendet und die Gewinner bereits benachrichtigt!

Die Geschichte des Gratis-Comic-Tags

Der GTC ist noch ein sehr junger Aktionstag. Es ist nämlich gerade erst sieben Jahre her, dass der deutschsprachige Comic- und Buchhandel und die Comic-Verlagslandschaft den Aktionstag ins Leben gerufen haben. Siebzehn Verlagshäuser, von Marktführern wie Carlsen, Egmont Ehapa und Panini bis hin zu Einmannverlagen und Independent-Comic-Schmieden, hatten sich anfangs zusammengetan und 30 verschiedene Comic-Hefte produziert, die am GTC mit einer Startauflage von 180.000 Stück bei Händlern in fast allen größeren Städten kostenlos an alle Interessierten verschenkt wurden.

Der Erfolg gab den Machern Recht, und 2011 und 2012 wurde die Druckauflage der GCT-Hefte bereits fast verdoppelt. 300.000 Comics gingen unters Volk. 2013 und 2014 stießen immer mehr klassische Buchhandlungen zu den GCT-Läden dazu und führten ihre Kundinnen und Kunden in die Welt der Neunten Kunst ein. Im Jahr 2017 werden erstmals 400.000 Comic-Hefte ausgeliefert.

Die Teilnahmebedingungen des Gewinnspiels:
1. Veranstalter des Gewinnspiels ist der Blog „Seitengang – Ein Literatur-Blog“. Das Gewinnspiel gehört zur Aktion „Gratis-Comic-Tag 2017“.
2. Die Teilnahme ist kostenlos. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiert der Benutzer diese Teilnahmebedingungen.
3. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen mit Wohnsitz in Deutschland, die bei der Teilnahme mindestens 18 Jahre alt sind. Teilnehmer des Gewinnspiels ist diejenige Person, der die eMail-Adresse gehört, die beim Kommentar des Blog-Artikels angegeben wird. Es ist pro Teilnehmer nur eine Teilnahme möglich. Ein regelwidriger oder wiederholter Kommentar hat den Spielausschluss des Teilnehmers zur Folge.
4. Es werden nur die im Artikel genannten Preise vergeben.
5. Das Gewinnspiel beginnt am 09. Mai 2016 um 10 Uhr und endet am 12. Mai 2016 um 12 Uhr.
6. Die Gewinner werden noch am 12. Mai unter Verwendung der bei der Kommentierung angegebenen Mailadresse benachrichtigt. Die Gewinner haben den Erhalt der Gewinnbenachrichtigung unverzüglich, spätestens jedoch bis zum 15. Mai 2016 zu bestätigen und die noch benötigten Angaben zu machen, um den Gewinn zuzustellen. Andernfalls ist „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ berechtigt, einen neuen Gewinner auszulosen.
7. Der Preis wird den Gewinnern per Post an die bei der Bestätigung angegebene Adresse geschickt. Mit Aufgabe des Preises bei der Post geht die Gefahr auf den Gewinner über. Für Lieferschäden ist „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ nicht verantwortlich.
8. Eine Barauszahlung oder ein Tausch des Gewinns ist nicht möglich. Der Preis ist nicht übertragbar.
9. Der Gewinner erklärt sich einverstanden, dass sein Name und sein Wohnort am Ende des Gewinnspiels auf „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ veröffentlicht wird.
10. Jegliche Schadenersatzverpflichtung von „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ und ihres Verantwortlichen aus oder im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel, gleich aus welchem Rechtsgrund, ist, soweit gesetzlich zulässig, auf Fälle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beschränkt.
11. Die bei diesem Gewinnspiel von Ihnen gemachten Angaben werden von „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt. Sie werden nicht zum Zwecke der Werbung gespeichert.
12. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Seit einiger Zeit revolutioniert ein kleiner Verlag aus Berlin den Buchmarkt. „Round not Square“ bringt seine Werke als Schriftrollen heraus und erlaubt damit einen Zugang, wie ihn Leser lange Zeit nicht mehr erlebt haben. „Round not Square“ hat bereits einige Kunst- und Fotobücher veröffentlicht, aber auch das zauberhafte Kinderbuch „Wilma und Wolf“. Jetzt beweist der Verlag mit Paul Rietzls „Shipwreck“, dass auch Graphic Novels ins rollende gigantisch-extreme Querformat gehören.

„Der Weltraum – unendliche Weiten.“ So beginnt die deutsche Version von „Raumschiff Enterprise – The next Generation“. So könnte aber auch „Shipwreck“ beginnen, denn durch das Schriftrollenformat haben die Augen schier unendlich weiten Raum, die erzählte Geschichte zu erfassen. Man kann sie nur wenige Zentimeter ausbreiten oder endlich mal wieder den Tapeziertisch aus dem Keller nutzen. Vornehmlich funktioniert das so fantastisch, weil der Augsburger Zeichner Paul Rietzl sich diesen Raum kunstvoll genommen hat. Weil das Rollenformat ihn nicht einengt und zu Panels drängt, die die Schmalheit eines Buches sonst vorgibt. Dieser Schriftrollenraum kennt keine Grenzen. Er ist die Buch gewordene Weiterentwicklung der Idee einer „unendlichen Leinwand“, die ursprünglich von dem Comic-Künstler und -Theoretiker Scott McCloud stammt. Der US-Amerikaner hatte sich zur Jahrtausendwende die Frage gestellt, ob Comics nicht auch wie Webseiten durch Scrollen zu lesen seien. Nach dem Lesen von „Shipwreck“ aber werden Sie denken: Rollen statt Scrollen!

„Shipwreck“ spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschen nach dem Untergang einer einst reichen Zivilisation nur noch zwischen Weltraumschrott dahinvegetieren. Die einen sind die Sammler und Unterdrückten, die anderen die Herrscher und Unterdrücker. Ein Samurai-Clanwesen gaukelt eine gewisse Struktur vor, aber letztendlich geht es immer nur um die Macht des Herrschens. Wer sich dagegen auflehnt, muss mit dem Tode rechnen, und so ergeht es auch der Fürstin des Helden und Erzählers Oishi. Ein Erweckungserlebnis für den bisherigen Mitläufer, denn fortan hinterfragt er die interstellare Grundordnung. Und es beginnt der letzte Kampf um die Zukunft der Galaxie.

Macht, Ehre und die eigene Integrität

Es mag sein, dass die Geschichte des 1986 geborenen Rietzl auch deshalb so gut funktioniert, weil sie im Rollenformat erzählt wird und wie im Film vor unseren Augen abläuft. Hat man die 15 Meter lange und 20 Zentimeter breite Schriftrolle wieder in ihren Ursprungszustand zurückgerollt – was bleibt dann von „Shipwreck“? Vor allem die philosophischen Fragen über Macht und Machtmissbrauch, über Ehre und die eigene Integrität. Übersetzt heißt „Shipwreck“ Schiffbruch, aber „to shipwreck“ bedeutet auch, etwas zum Scheitern zu bringen. Mit Oishi müssen wir uns fragen lassen, ob wir lieber passiv bleiben und Schiffbruch erleiden oder aktiv werden und etwas Unrechtes zum Scheitern bringen wollen. Eine Frage, die ewig jung ist und doch so alt wie das Universum.

Mit „Shipwreck“ zeigt „Round not Square“ einmal mehr, wie das Geschichtenerzählen immer wieder neu erfunden werden kann, wie es spannend und aufregend bleibt. Und dass die Schriftrolle es wert ist, in die Jetztzeit geholt zu werden. Eine Wohltat für all jene, die Bücher lieben, sie gerne anfassen und sich mit ihnen beschäftigen!

Paul Rietzl: „Shipwreck“, Round not Square, Berlin, 2016, 15 Meter lang, 20 Zentimeter hoch, handgebunden in Buchleinen mit Magneten, 28 Euro, bestellbar über den Onlineshop des Verlags, Unboxing-Video

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imageIn seiner spanischen Heimat erschien das Buch „Odem“ des katalanischen Comic-Künstlers Max bereits 2012. Deutsche Comic-Fans mussten sich gedulden, bevor das Werk jetzt auch im Avant-Verlag aus Berlin erhältlich ist. Es erzählt hervorragend gezeichnet und mit zahlreichen philosophischen Bezügen von Nick, der in die Einsamkeit der Wüste flüchtet. Ein Buch, das man aufmerksam lesen sollte.

Nikodemus hat die Nase voll (und er hat eine ziemlich lange Nase!). Der Lärm und die Oberflächlichkeit der Welt nerven ihn vollends. Nur die Wüste erscheint ihm noch als einziger Rückzugsort, um den Sinn, den „endgültigen, unanfechtbaren Sinn, falls es den gibt“, zu finden. „Ich habe es satt, und zwar alles! Die Welt und die Menschen, die Dinge und die Ideen, die Wörter und die Bilder!“ Spricht’s und kippt rücklings in die Wüste.

Doch dass die Wüste lebt, wusste schon der Dokumentarfilmer James Algar. Und so verwundert es nicht, dass Nikodemus zunächst auf einen ziemlich grundentspannten Kater namens Moses trifft, der die Dinge gerne vereinfacht, zu allererst die Namen. So wird aus Moses Mosh und aus Nikodemus Nick – der übrigens in des Katers Augen einen ziemlichen Sonnenstich hat. Neben der wahrlich coolen Socke Mosh trifft Nick auch noch die kleptomanische Elster Juanita, einen traumdeutenden Schiffbrüchigen sowie seinen eigenen Schatten.

Die Geschichte einer Entsagung

Allerlei Ablenkungen versuchen ihn, vom rechten Weg abzubringen, und seine letzte Prüfung kommt mit der betörenden Allmacht der unnahbaren Königin von Saba. „Odem“ ist auch die Geschichte einer Entsagung, um dadurch der absoluten Wahrheit begegnen zu können. Wer Nick nicht in sein Herz schließt, hat wohl noch nie eine Sinnkrise erlebt.

Nicks Suche nach seinem spirituellen Gleichgewicht wird in wunderbar stilisierten Schwarz-Weiß-Zeichnungen erzählt und passt damit hervorragend in die klare Farblosigkeit der Wüste. Gerne wird seine klare Linie mit der des US-Comic-Erneuerers Chris Ware verglichen.

Max selbst erklärt zu Beginn des vorliegenden Buches, es sei partiell inspiriert von „The Wiggle Much“, der „einzigartigen, legendären Comicarbeit von Herbert E. Crowley“. Der frühe, sehr surreale Comic erschien zwischen März und Juni 1910 auf dreizehn halbseitigen Seiten in der New York Herald Tribune. Als Hommage lässt Max die von Crowley erfundene Figur in einem seiner Panels auftauchen.

Einer der bekanntesten spanischen Comic-Künstler

Max, mit bürgerlichem Namen Francesc Capdevila, wurde 1956 in Barcelona geboren und gilt heute als einer der bekanntesten spanischen Comic-Künstler und ist vielfach preisgekrönt. „Odem“ wurde 2013 beim internationalen Comicsalon in Barcelona als bestes nationales Werk nominiert. Auf Deutsch erschienen bereits „Der geheime Kuss“ und „Der Werwolf Punk“ beim Alpha Comic Verlag, sowie „Der lange Traum des Herrn T.“ und „Bardín der Superrealist“ bei Reprodukt.

Lesen Sie „Odem“ und erkennen Sie, dass man selbst in der Wüste nicht von Ablenkungen verschont bleibt. Sind Sie gar selbst in einer Sinnkrise, so ist „Odem“ eines dieser Bücher, die für surrealistisch-philosophisch veranlagte Menschen eine durchaus hilfreiche Lektüre sein können.

Max: Odem, Avant-Verlag, Berlin, 2016, 111 Seiten, gebunden, 24,95 Euro, ISBN 978-3945034491, Leseprobe

Seitengang dankt dem Avant-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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9783956400742-frontcoverDer Sommer bedeutet für viele Familien: Nichts wie raus ans Meer! Dass der Strand dadurch jedes Jahr zur Spielwiese der Eitelkeiten wird, aber auch zum Theater der Nacktheit, zum Schauplatz von Konflikten und zur Bühne eines Sozialkosmos sondergleichen, ist nie treffender und vergnüglicher beschrieben worden als in der Graphic Novel „Rein in die Fluten!“ vom französischen Comic-Duo David Prudhomme und Pascal Rabaté. Die perfekte Lektüre für den sich noch einmal aufbäumenden Sommer.

Schon auf dem Weg in den fiktiven Badeort Polovos Plage begegnen sich die ersten Charaktere dieses Lustspiels: Die Familienväter, die argwöhnisch die Autos der anderen Tankstellenbesucher beäugen („Wieviel pumpt der denn in seine Karre?“, „Was braucht der auch ’nen Allrad, um ans Meer zu fahren?“) und auf dem Rücksitz die eigene Brut sitzen haben, die sich entweder missmutig einen MP3-Player teilen muss oder damit beschäftigt, alle Varianten von „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ zu singen, zur Freude ihrer Eltern („Singt uns doch mal was Schönes, ihr Racker!“). Die zugreisenden Bierbäuchigen mit ihren überheblichen Sprüchen und die jovialen Jungväter mit ihren frenetischen Ausrufen, die jedes Abteil zur Weißglut treiben. Die Stausteher, die bereits am Vortag Angelangten und die Yuppies von Welt. Doch dieses Menschen-Potpourri ist noch steigerungsfähig, denn erst am Strand entrollt sich das wahre Panorama.

Und mal ehrlich: Wir kennen sie alle, diese wunderlichen Typen, denen man an so einem Tag am Meer unweigerlich begegnet. Wir kennen sie alle, und auch deshalb ist dieser Comic so amüsant. Diese Geschichte braucht keine Hauptfigur, denn die Protagonisten sind wir selbst, die wir uns an den Meeren dieser Welt zum Zeitvertreib, zum Sonnenbad oder auch – das würde natürlich keiner zugeben – aus voyeuristischen Motiven tummeln.

Cineastische Struktur

Prudhomme und Rabaté haben den ganzen Wahnsinn erzählerisch fantastisch eingefangen: Oft mutet die Struktur cineastisch an, wenn etwa eine Szene zunächst das vor der Bahnschranke stehende Auto zeigt, die nächste Szene einen Perspektivwechsel vornimmt und der Leser plötzlich im vorbeirauschenden Zug sitzt, dort einige Augenblicke verweilt, bis ein Auto vorübersaust und den Leser dorthin katapultiert. Es ist, als säße man in einem chinesischen Restaurant an einem dieser drehbaren Tische, und jeder der Gäste dürfte mal drehen, um sich die Szene aus einem anderen Blickwinkel anzusehen. Es wird gezoomt und geschwenkt.

Das führt auch grafisch zu feinen Überraschungen, wenn sich Illusionen auflösen: eine der schönsten ist sicherlich jene, als sich ein Herr mit gelbem Sonnenhut, sonnenbrandroten Armen und dickem weißen Bauch dem FKK-Strand nähert und man wähnt, er komme über eine Düne. Doch tritt der Betrachter ein Stück zurück, entpuppt sich die Düne als nackter Frauenkörper. Wenige Seiten später suchen Eltern ihren Jungen. Die Mutter entdeckt ihn am Horizont in einem steinernen Wellenbrecher, der Leser aber ist ähnlich blind wie der Vater. Erst als die Szenerie weiter heranrückt, kann man ihn mit Mühe und Not zwischen den Steinen klettern sehen. Die Mutter: „Wir müssen ihm echt so ’ne Neonhose besorgen.“

„Die Ferien des Monsieur Hulot“

Der cineastische Gedanke kommt nicht von ungefähr, auch wenn Autor und Zeichner damit weniger die Kamerafahrten verbinden, denn tatsächlich hat ein alter Kultfilm die beiden zu ihrem Comic inspiriert: „Die Ferien des Monsieur Hulot“ von und mit Komiker und Regisseur Jacques Tati. Der hatte schon 1953 seine Landsleute am Meer ordentlich persifliert. Gegenüber Kai Löffler vom Deutschlandfunk sagte Rabaté: „Wir bewundern beide sehr die Arbeit von Jaques Tati; sie ist gleichzeitig poetisch und burlesk komisch. Ich würde sogar sagen, Tati ist einer unserer Haupteinflüsse.“

Und so wie Tati in die Rolle des Monsieur Hulot schlüpft, haben auch Prudhomme und Rabaté ihren Platz in Polovos Plage gefunden. Entdecken Sie die beiden am Strand oder im Dorf oder irgendwo im Meer! Und auf dem Weg dorthin und beim Lesen ihres Comics können Sie förmlich den heißen Sand unter den Füßen spüren, und die See rauschen und die Kinder juchzen und manche Paare streiten hören. Sie werden die Augen verdrehen, Sie werden lachen und den Kopf schütteln ob der grotesken Figuren, und sich darin vielleicht ein wenig selbst erkennen. Unbedingt aber werden Sie eines des besten Sommerbücher dieses Jahres lesen – und damit einen Schatz heben, von dem Sie noch in grauen Herbsttagen zehren können.

David Prudhomme, Pascal Rabaté: Rein in die Fluten!, Reprodukt Verlag, Berlin, 2016, 120 Seiten, gebunden, 24 Euro, ISBN 978-3956400742, Leseprobe

Seitengang dankt dem Reprodukt-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Diese Rezension ist auch auf NW.de erschienen, dem Onlinedienst der Neuen Westfälischen (Bielefeld).

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IMG_2044-1Comics sind nur etwas für junge Leute? Von wegen! Johann Wolfgang von Goethe war 82 Jahre alt, als er jene Bildergeschichte las und lobte, die manche Wissenschaftler heute als den ersten Comic bezeichnen. Jetzt sind drei von Rodolphe Töpffers Geschichten unter dem Titel „Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois und andere Geschichten“ in einer bibliophilen Ausgabe im Berliner Avant-Verlag erschienen. Der Herr Geheimrat hätte seine wahre Freude gehabt!

Schon die titelgebende Geschichte hat fulminanten Witz! Der arme Tropf Monsieur Vieux Bois ist schwer verliebt, wird aber von seiner Auserwählten (die nur als „das geliebte Ding“ („l’objet aimé“) bezeichnet wird) nicht erhört. Also will er aus dem Leben treten und ersticht sich. Hält sich 48 Stunden lang für tot und „kommt äußerst abgemagert wieder zu Bewusstsein“. Er erhängt sich, und schafft auch das nicht. Nicht nur das geliebte Ding nimmt keine Notiz von ihm, nein, auch der Tod scheint kein Interesse zu zeigen, wie immer er es auch anzustellen versucht. Allzu gern folgt der Leser den wahnwitzigen Erlebnissen des Monsieur Vieux Bois, die rasant und wahrlich komisch erzählt sind. Wie übrigens auch die zweite und dritte Geschichte der Sammlung, die deutlich machen, aus welchem bildgestalterischen Schatz Töpffer schon schöpfen konnte.

Manch ein Rezensent stellt inzwischen die Frage, ob es möglicherweise ohne Johann Wolfgang von Goethe heutzutage keine Comics gegeben hätte. Thomas von Steinaecker spricht in der Süddeutschen Zeitung von Goethe gar als „Hebamme bei der Geburt der neunten Kunst“. Ja, es ist verbrieft, dass der Herr Geheimrat geradezu entzückt war, als er im Alter von 82 Jahren den Bildergeschichten des Genfer Zeichners gewahr wurde: „Töpffer ist Original durch und durch. (…) Es funkelt alles von Talent und Geist! Einige Blätter sind ganz unübertrefflich!“ So jubilierte Goethe und ermutigte Töpffer, seine Geschichten unbedingt in Buchform zu veröffentlichen.

Chronisches Augenleiden macht Pläne zunichte

Der 1799 in Genf geborene Töpffer war ein regelrechtes Multitalent. Von seinem Vater, einem anerkannten Landschaftsmaler, ist Rodolphe Töpffer früh zum Künstler ausgebildet worden – ein Traum für viele angehende Künstler, bei den Eltern so selbstverständlich auf Verständnis für die Berufswahl zu treffen. Doch es sollte anders kommen: Ein chronisches Augenleiden macht Pläne zunichte, es gilt, andere Professionen zu finden. Nach einem Griechisch- und Lateinstudium beginnt er, als Lehrer zu arbeiten. Seine Schüler sind es schließlich, die sich für seine zunächst noch außerhalb des Lichts der Öffentlichkeit entworfenen Skizzen so sehr begeistern, dass er mehrere Skizzenbücher füllt. Über einen alten Schulfreund gelangen die Skizzen bald nach Weimar – zu Goethe.

Den Rest der Geschichte schlagen Sie besser im lesenswerten Vorwort von Herausgeber Simon Schwartz nach. Dort lesen Sie auch, wie die Bildgeschichten entstanden und zu Lebzeiten Töpffers in der Öffentlichkeit aufgenommen worden sind, mitsamt den Schattenseiten von Raubkopien und bislang fehlendem Urheberrecht. Und dann stürzen Sie sich in die titelgebenden „Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois“! Was sofort auffällt: Die für Comics oft wesentlichen Sprechblasen fehlen bei Töpffers Bildergeschichten. Stattdessen sind die einzelnen Panels untertitelt, sowohl mit dem handgeschriebenen französischen Original, als auch mit der deutschen Übersetzung. Was jedoch ebenso ins Auge fällt, ist die Erzählweise: Bild folgt auf Bild, und die schnelle Abfolge sorgt für einen erzählerischen Fluss. Töpffers Strich ist sowohl skizzenhaft, als auch schwungvoll, oft jedoch überzeichnet, als fertige er Karikaturen seiner Figuren an.

Seine Bildgeschichten sind oft sehr amüsant, bisweilen aber auch ganz schön zotig und derb. Dagegen vermisst man manchenorts Tiefgründigkeit, wie sie etwa einem Wilhelm Busch gelungen ist. Möglicherweise ist Töpffer deshalb nach und nach in Vergessenheit geraten, auch weil er zunehmend in Buschs Schatten geriet. Es lohnt sich dennoch, ihn jetzt neu zu entdecken. Und die schmucke Ausgabe im Avant-Verlag erleichtert den Zugang, wenngleich auch diese Zusammenstellung aufgrund ihres ausladenden Querformats eher nicht als Buch für unterwegs geeignet ist – wie schon Héctor G. Oesterhelds „Eternauta“.

Wichtigste Ehrung für grafische Literatur

Dass sich der Avant-Verlag in letzter Zeit dadurch auszeichnet, dass er neben zeitgenössischen Comics und Graphic Novels auch Klassiker der Comic-Geschichte wiederveröffentlicht, und zwar jedes Mal in durchaus beachtlich liebevoller Ausstattung, ist auch der Jury des Max-und-Moritz-Preises aufgefallen. Der Preis, der alle zwei Jahre beim Internationalen Comic-Salon in Erlangen verliehen wird, gilt als die wichtigste Ehrung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum.

In diesem Jahr ist der Avant-Verlag, auch stellvertretend für die Bemühungen kleinerer Verlage, für seine Dienste um die Pflege des kulturellen Erbes mit dem Spezialpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte dabei besonders die Ausgaben von „Eternauta“, dem bekanntesten argentinische Comic der 50er Jahre, geschrieben von Héctor Germán Oesterheld, Hans Hillmanns Adaption von Dashiell Hammetts Roman „Fliegenpapier“ (Trailer) und, ja!, die soeben erschienene Edition „Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois und andere Geschichten“ von Rodolphe Töpffer.

Wer sich darüber hinaus mit Töpffer und seinem Werk beschäftigen möchte, sollte noch bis zum 28. August 2016 im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl (Schaumburger Land/Niedersachsen) die Ausstellung „Literatur in Bildern – Die Bild-Geschichten des Rodolphe Töpffer“ besuchen. Zusammen mit der neu verlegten Töpffer-Sammlung im Avant-Verlag bietet sich so ein umfassender Einblick in die Anfänge der Comic-Historie. Schon deshalb unbedingt empfehlenswert, aber auch, weil es nach fast 200 Jahren immer noch nicht an Lesbarkeit und Vergnüglichkeit verloren hat. Das muss einem Autor erst mal gelingen.

Rodolphe Töpffer: Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois und andere Geschichten, Avant-Verlag, Berlin, 2016, 280 Seiten, gebunden, mit Leinenrücken, 39,95 Euro, ISBN 978-3945034286, Leseprobe

Seitengang dankt dem Avant-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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GCT2016_Poster_A4_mit_CoverZum Gratis-Comic-Tag am 14. Mai 2016 hat Seitengang ein GTC-Komplettpaket verlost – also alle 34 Hefte! Bis Freitag, 13. Mai, 11.59 Uhr waren die Seitengang-Leser aufgerufen, den Gewinnspiel-Artikel zu kommentieren und zu schreiben, warum sie so gerne Comics bzw. Graphic Novels lesen und vielleicht auch, welcher ihr liebster ist und warum. Jetzt ist die Gewinnerin ausgelost und bereits benachrichtigt worden.

Gewonnen hat Julia G. aus Bielefeld. In ihrem Kommentar schreibt sie, dass sie noch relativ Comic/Graphic Novels-unerfahren sei. „Klar, in meiner Kindheit habe ich die Klassiker wie Die Schlümpfe, Donald Duck und Lucky Luke verschlungen. Von meinem Vater bekam ich alle Asterix-Bände geschenkt.“ Jetzt aber habe sie die Graphic Novels für sie entdeckt, wobei sie besonders begeistert war von Barbara Yelins „Irmina“.

Seitengang bedankt sich herzlich bei den Teilnehmern des Gewinnspiels für die ausführlichen Kommentare und wünscht am Samstag einen feinen Gratis-Comic-Tag! Alle Informationen dazu, welche Läden in Ostwestfalen-Lippe mitmachen und was der Gratis-Comic-Tag überhaupt ist, gibt es nach wie vor hier!

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GCT2016_Poster_A4_mit_CoverEinmal im Jahr feiert die deutschsprachige Comicszene den Gratis-Comic-Tag (GCT). Dann liegen in den teilnehmenden Comic-Läden und Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 30 eigens für diesen Tag produzierte Hefte aus, die kostenlos mitgenommen werden können. Allerdings geben die meisten Händler nur drei bis fünf Hefte pro Nase ab, damit möglichst viele Fans in den Genuss der Aktion kommen können. Zum Gratis-Comic-Tag am 14. Mai 2016 können Sie bei Seitengang ein GTC-Komplettpaket gewinnen – also alle 34 Hefte!

Im Jahr 2010 haben der deutschsprachige Comic- und Buchhandel und die Comic-Verlagslandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz den Gratis-Comic-Tag ins Leben gerufen. Es ist also noch ein recht junger Aktionstag, der in diesem Jahr zum 7. Mal gefeiert wird.

Siebzehn Verlagshäuser, von Marktführern wie Carlsen, Egmont Ehapa und Panini bis hin zu Einmannverlagen und Independent-Comic-Schmieden, hatten sich anfangs zusammengetan und 30 verschiedene Comic-Hefte produziert, die am Gratis-Comic-Tag mit einer Auflage von 180.000 Stück bei Händlern in fast allen größeren Städten kostenlos an alle Interessierten verschenkt wurden.

Lokale Buch- und Comicläden besuchen

Ziel der Aktion war und ist es bis heute, das narrative Potential, die thematische Vielfalt und künstlerische Qualität des Mediums Comic einer breiteren Öffentlichkeit vertraut zu machen. Vor allem aber soll sie all jenen Menschen, die ihren Lesestoff über das Internet beziehen, einen Anreiz bieten, wieder mehr die lokalen Buch- und Comicläden zu besuchen – eine Absicht, die Seitengang aus tiefstem Herzen unterstützt.

Der Erfolg gab den Machern Recht, und 2011 und 2012 wurde die Druckauflage der GCT-Hefte bereits fast verdoppelt. 300.000 Comics gingen unters Volk. 2013 und 2014 stießen immer mehr klassische Buchhandlungen zu den GCT-Läden dazu und führten ihre Kundinnen und Kunden in die Welt der Neunten Kunst ein.

In diesem Jahr ist die Auswahl der Hefte schlichtweg grandios: 34 unterschiedliche Hefte haben die Verlage produzieren lassen, darunter japanische Manga-Hits, offizielle Comic-Fortsetzungen von Kino- und Serien-Stoffen wie „Avatar – Der Herr der Elemente“ oder Chuck Pahlaniuks Sequel zum Roman und Film „Fight Club 2“, bombastische Superhelden-Comics von Marvel und DC und leise, atmosphärische Comic-Erzählungen wie Kurzgeschichten von Jiro Taniguchi, feinste Indie-Kost aus Deutschland und spannende und humorvolle Kindercomics aus Schlumpf- und Entenhausen. Und nicht zu vergessen: das Heft zum 70. Geburtstag von Lucky Luke!

Welcher Laden macht mit?

Fast 300 Händler haben sich zum diesjährigen Gratis-Comic-Tag angemeldet. Bei einigen Comic-Händlern gibt es am Samstag darüber hinaus auch noch Signierstunden mit Comic-Künstlern, Ausstellungen oder zusätzliche Sonderangebote. Wer wissen möchte, welcher Händler denn aus der Nähe überhaupt mitmacht, kann das hier auf der Webseite zum Comic-Tag nachsehen.

In Ostwestfalen-Lippe etwa nehmen fünf Händler teil: Der Comic-Laden in Lemgo (Kreis Lippe), das Fantasyeck in Porta Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke), das Comic- und Musik-Archiv in Bielefeld, der Laden „Moderne Zeiten“ in Bielefeld, sowie die Buchhandlung Thalia in Bielefeld.

Welche Comics es am Samstag gibt, findet man übrigens sehr informativ aufbereitet auf der Webseite zum Gratis-Comic-Tag. Wer beim Seitengang-Gewinnspiel zum GCT mitmachen möchte, sieht dort auch die ganze Pracht des Pakets, das Seitengang zu verlosen hat.

Was Sie dafür tun müssen, damit der Komplettsatz bei Ihnen landet? Kommentieren Sie einfach diesen Artikel und schreiben Sie, warum Sie so gerne Comics bzw. Graphic Novels lesen und vielleicht auch, welcher Ihr liebster ist und warum. Alle Kommentare bis Freitag, 13. Mai, 11.59 Uhr, landen im Lostopf.

Die Teilnahmebedingungen:
1. Veranstalter des Gewinnspiels ist der Blog „Seitengang – Ein Literatur-Blog“. Das Gewinnspiel gehört zur Aktion „Gratis-Comic-Tag 2016“.
2. Die Teilnahme ist kostenlos. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiert der Benutzer diese Teilnahmebedingungen.
3. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen mit Wohnsitz in Deutschland, die bei der Teilnahme mindestens 18 Jahre alt sind. Teilnehmer des Gewinnspiels ist diejenige Person, der die eMail-Adresse gehört, die beim Kommentar des Blog-Artikels angegeben wird. Es ist pro Teilnehmer nur eine Teilnahme möglich. Ein regelwidriger oder wiederholter Kommentar hat den Spielausschluss des Teilnehmers zur Folge.
4. Es wird nur der im Artikel genannte Preise vergeben.
5. Das Gewinnspiel beginnt am 09. Mai 2016 um 10 Uhr und endet am 13. Mai 2016 um 12 Uhr.
6. Der Gewinner wird noch am 13. Mai unter Verwendung der bei der Kommentierung angegebenen Mailadresse benachrichtigt. Der Gewinner hat den Erhalt der Gewinnbenachrichtigung unverzüglich, spätestens jedoch bis zum 15. Mai 2016 zu bestätigen und die noch benötigten Angaben zu machen, um den Gewinn zuzustellen. Andernfalls ist „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ berechtigt, einen neuen Gewinner auszulosen.
7. Der Preis wird dem Gewinner per Post an die bei der Bestätigung angegebene Adresse geschickt. Mit Aufgabe des Preises bei der Post geht die Gefahr auf den Gewinner über. Für Lieferschäden ist „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ nicht verantwortlich.
8. Eine Barauszahlung oder ein Tausch des Gewinns ist nicht möglich. Der Preis ist nicht übertragbar.
9. Der Gewinner erklärt sich einverstanden, dass sein Name und sein Wohnort am Ende des Gewinnspiels auf „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ veröffentlicht wird.
10. Jegliche Schadenersatzverpflichtung von „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ und ihres Verantwortlichen aus oder im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel, gleich aus welchem Rechtsgrund, ist, soweit gesetzlich zulässig, auf Fälle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beschränkt.
11. Die bei diesem Gewinnspiel von Ihnen gemachten Angaben werden von „Seitengang – Ein Literatur-Blog“ nur zur Abwicklung des Gewinnspiels genutzt. Sie werden nicht zum Zwecke der Werbung gespeichert.
12. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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