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Mit Champagner stürzt man besser ab

Die Kunst Champagner zu trinken„I think, we’ll have champagne with the bird“, sagt Miss Sophie bei „Dinner for one“, und Champagner ist nur eines von vielen Getränken an diesem denkwürdigen Abend. Dass Champagnertrinken nicht nur die feinperlige Lust der Schönen und Reichen ist, sondern vielmehr eine Kunst und ein Wagnis, das lehrt uns die französische Autorin Amélie Nothomb literarisch und erbarmungslos mit ihrem neuen Roman „Die Kunst, Champagner zu trinken“.

Nothomb ist bekannt dafür, dass ihre Romane oft autobiographisch geprägt sind. In ihrem aktuellen Buch macht sie daraus noch weniger einen Hehl als sonst, denn die Protagonistin heißt schlichtweg Amélie und ist erfolgreiche Schriftstellerin in Paris. Man darf es als Können respektive als Kunst bezeichnen, wenn einer Schriftstellerin es so famos gelingt, dem Leser das Gefühl zu geben, er folge tatsächlich der Autorin und als befände er sich höchstpersönlich in einer Folge der Arte-Serie „Durch die Nacht mit…“.

Bei einer Lesung lernt Amélie die 22-jährige Pétronille kennen, eine Frau, die aussieht wie ein fünfzehnjähriger Junge. Beide eint nicht nur das Interesse für Literatur, sondern vor allem das Faible für Champagner. Schon bei ihrer nächsten Begegnung schlürfen sie einen Brut von Roederer, während um sie herum Kaffee getrunken wird. Nothomb bemerkt dazu: „Frankreich ist jenes Zauberreich, wo Ihnen in der gewöhnlichsten Kneipe jederzeit ein ideal temperierter großer Champagner serviert werden kann.“

Die Liebe zum Champagner ist eine unbedingte

Amélie ist angetan von Pétronille, nicht zuletzt, weil sie weder snobistisch ihren Champagner trinkt, noch die unpassend vom Garçon dazu gereichten Erdnüsse isst. Pétronille genießt nur. Die Liebe zum Champagner ist eine unbedingte. Für sie braucht es Mitstreiter, Mitgenießer, Hedonisten, mit denen der Rausch Seite an Seite zelebriert werden kann. Hat Amélie in Pétronille die trink- und genusslustige wie -süchtige Begleiterin gefunden? Und hat Pétronille dagegen mit Amélie die Mentorin entdeckt, die ihr, der baldigen Literatur-Debütantin, auf die Sprünge hilft? Aus dem Für und Wider dieser Konstellation hätte sich etwas mehr Reiz entwickeln können.

Dennoch ist „Die Kunst, Champagner zu trinken“ schon deshalb ein wahnsinnig faszinierendes Buch, weil Nothomb einfach ein Händchen hat für befremdliche Situationen. Ganz und gar wunderbar gelingt ihr etwa die Beschreibung einer Begegnung mit Vivienne Westwood, der Erfinderin der Punk-Mode, die sie bei einem Interview-Termin völlig lässig links liegen lässt und dann sogar noch mit ihrem Hund Gassi gehen schickt. Das ist von wahrlich feinem Witz! Von dezent beobachteter Dekadenz dagegen zeugt eine Szene auf der Skipiste, die Amélie und Pétronille mit einer Champagnerflasche in der Hand statt mit Skistöcken hinunterrasen. Was kostet die Welt? Und ist sie nicht vergänglich wie das Perlen einer geöffneten Champagnerflasche? Wer wird uns denn einen kleinen Rausch verwehren?

Dass jeder alkoholische Zaubergarten aber auch eine Klippe hat, über die sich trefflich stürzen und fallen lässt, das verschweigt Nothomb nicht. Und plötzlich schmeckt alles wie eine Flasche, die viel zu lange geöffnet in der Sonne gestanden hat. Aber auch dieser letzte Schluck, die Neige, gehört dazu, zum Roman, zum Leben, und zum Gelage, das das Leben jedem von uns bietet.

Einen Toast auf den Champagner

„Die Kunst, Champagner zu trinken“ ist ein feines, kleines Büchlein, das niemand unbedacht an vermeintliche Champagnertrinker verschenken sollte. Vielmehr gilt es, den Leser unter den Bonvivants und Hedonisten zu suchen, der den feinen Stoff des Schaumweins zu goutieren versteht. Und ist man selbst ein solcher, dann sei schnell eine Flasche Schampus mit dem Degen geköpft und die Lektüre zu einem vergnüglichen Genuss herbeigereicht. Einen Toast auf den Champagner: Lass uns stets Freunde bleiben, oder zumindest bis zur Neige dieser Flasche! Santé, was für ein Kleinod von Champagner-Roman!

Amélie Nothomb: Die Kunst, Champagner zu trinken, Diogenes Verlag, Zürich, 2016, 144 Seiten, gebunden, 20 Euro, ISBN 978-3257069617, Leseprobe

Berliner OrgieDer Schriftsteller und Drehbuchautor Thomas Brussig hat sich für die Berliner Boulevardzeitung B.Z. ins Rotlichtmilieu der Hauptstadt begeben. Dabei herausgekommen ist – man hätte es bei dem Auftraggeber erwarten können – vor allem ein einseitiger, naiver Bericht über die Prostitution in Berlin, ohne den Frauen die ausreichende Gelegenheit zu geben, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Brussig gibt zu, von der Prostitution keinen blassen Schimmer zu haben, erschreckenderweise zeigt er sich aber auch noch als frauenverachtender Macho.

Den Job habe er angenommen, weil ihn seine Ahnungslosigkeit beschäme, schreibt Brussig im Vorwort. Das ist nur eine von vielen Erklärungen, die er parat hat. Ihn interessiere auch „das Verhältnis zwischen Mann und Frau. Denn in der Welt der Prostitution ist es in gewisser Weise auf den Kopf gestellt. Hier ist es nicht der Mann, der versucht, die Frau ins Bett zu kriegen – hier ist es umgekehrt. Frauen wollen mit Männern Sex haben.“ Ein „Traumjob“ sei es für ihn, das sei mal klar. Weil er nur dieses eine Mal die „köstliche Freiheit des Naiven“ haben könne. Und: „Die Frauen wollen sowieso.“ Ja, klischeehaft ist es auch, dieses Buch.

Und so drückt er sich dann zu Beginn erst einmal am Straßenstrich der Oranienburger Straße herum und fabuliert in Gedanken über das treffendste Synonym für diese Art der Prostituierten. Nachdem er schon den eigentlich korrekten Begriff der Sexarbeiterinnen für sie ausgeschlossen hat („ist was für Theoretiker und Langweiler“), verweigert er ihnen auch die Schublade „Frauen“ („es gibt schließlich vielmehr Frauen als Frauen„) und stammtischphilosophiert sich dann zur Bezeichnung „Bordsteinflamingos“ durch. Völlig stereotyp lässt Brussig während seiner Streifzüge ohnehin außer Acht, dass die Prostitution kein ausschließlich weibliches Betätigungsfeld ist und es auch Männer und Transsexuelle in der Prostitution gibt.

„Mich stört, dass es über das Geld läuft“

Die US-Autorin Melissa Gira Grant hat in ihrer klugen Analyse „Hure spielen“ (Edition Nautilus, 2014) dafür gekämpft, dass Sexarbeit tatsächlich als Arbeit anerkannt wird, als Option, Geld zu verdienen und der Armut zu entkommen. Eine Art „Rettungsindustrie“ aber erkenne die Sexarbeit nicht nur nicht als Arbeit an, sondern glaube darüber hinaus zu wissen, dass keine Prostituierte ihrer Arbeit freiwillig nachgeht. Dazu gehört offensichtlich auch Thomas Brussig: „War es Alice Miller, die einmal gesagt hat, dass jede Prostituierte eine Vorgeschichte mit sexuellem Missbrauch hat? Das kann ich mir lebhaft vorstellen, denn ein Körper, der immer respektiert wurde, wird sich nicht wahllos zur Verfügung stellen, auch nicht für Geld.“ Mehr noch: „Es ist etwas an der Prostitution, das ich, ganz altmodisch, nicht richtig finde. Mich stört, dass es über das Geld läuft.“

Wer das in Brussigs Vorwort liest, hofft noch, dass sich dessen Einstellung ändert. Dass er den Sexarbeiterinnen zuhört und sie ernst nimmt, und ihnen auch die Gelegenheit bietet, etwa über die Gefahren in ihrem Leben zu erzählen. Doch das ist offenbar nicht Brussigs Ansinnen. Die Frauen, denen er begegnet, wissen nichts von seinem Auftrag. Er flunkert ihnen vor, Architekt und das erste Mal in einem Nachtclub oder einem Bordell zu sein. So hofft er auf Verständnis, wenn er dann doch wieder die Flucht antritt, denn seiner Frau musste er versprechen, dass es für sein „Puffbuch“ niemals zum Äußersten kommt. Die Sexarbeiterinnen erfahren das nicht, der Leser immerhin im letzten Drittel des Buches.

Wie aber soll sich ein ehrliches Gespräch zwischen Autor und Sexarbeiterin entwickeln, wenn Brussig von Anbeginn mit falschen Karten spielt? Respekt hat er gegenüber den Sexarbeiterinnen nicht, fordert den auf der anderen Seite aber deutlich für sich ein: „Was mir an ihr gefällt: dass sie mich mit Respekt behandelt. Es ist ein professioneller Respekt, aber den hätte sie nicht, wenn sie mit dem, was sie tut, nicht im Reinen wäre. Wenn alle Huren wären wie Kamila, dann wäre Hure kein Schimpfwort mehr.“ Das alles entlarvt das Buch als das, was es wirklich ist: Ein boulevardeskes Schundstück für die männlichen B.Z.-Leser.

Boxershorts mit roten Herzchen

Darüber hinaus erfährt der Leser Dinge über Thomas Brussig, die er sicher nie wissen wollte. Angefangen bei den Boxershorts mit roten Herzchen, die Brussig offenbar nicht nur im Schrank liegen hat, sondern auch anzieht. Dann bekennt Brussig auch noch, dass er nicht mit jeder könne, „wäre dann aber für eine ganze Menge offen“. Je länger seine Testreihe dauert, desto mehr rümpft Brussig die Nase. Nur zwei Etablissements haben es ihm angetan: Der Swingerclub „Tempeloase“ („Die Orgien haben starken Eindruck auf mich gemacht“) sowie das Bordell „Artemis“, bei dem sich Brussigs Beschreibung allerdings wie eine Werbebroschüre liest, so begeistert ist er.

In einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt (25. März 2007) hat er erklärt, er wolle das „ungefähr so schreiben, wie es vielleicht Remarque getan hätte, wenn er in den Zwanzigern diesen Auftrag bekommen hätte. Eine Melange machen aus konkreten Erlebnissen, etwas Zeitkolorit und natürlich allgemeingültigen, zeitlosen Erkenntnissen über Mann und Frau.“ Mit Verlaub: Aber Remarque hätte daraus Literatur gemacht!

Immerhin hat Brussig das Buch einen lukrativen Nachfolgeauftrag eingebracht: Udo Lindenberg nämlich hat ihn daraufhin als Autor für dessen Musical „Hinterm Horizont“ verpflichtet. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau (12. Januar 2011) sagte Lindenberg: „Ich hab ihn 2007 bei der Verleihung der Carl-Zuckmayer-Medaille kennen gelernt. Da hatte ich gerade dieses Rotlichtbuch „Berliner Orgie“ von ihm gelesen. Das gefiel mir, und da hab ich ihm die Story erzählt von dem Mädchen aus Ost-Berlin.“

„Berliner Orgien“ ist 2007 erschienen und glücklicherweise mittlerweile vergriffen. Brussig, der mit dem Wenderoman „Helden wie wir“ bekannt geworden ist, hat zuletzt im Jahr 2015 den Roman „Das gibts in keinem Russenfilm“ veröffentlicht. Das „Orgien“-Buch sollte man in der Brussig-Bibliothek tunlichst vermeiden. Wer sich aber für das Thema Sexarbeit interessiert, dem seien unbedingt Melissa Gira Grants „Hure spielen“ (Edition Nautilus, 2014) sowie Tanja Birkners Porträt-Bildband „Halbe Stunde“ empfohlen.

Thomas Brussig: Berliner Orgie, Piper Verlag, München, 2007, 205 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen, 16,90 Euro, ISBN 978-3492050371 (vergriffen)

IMG_2044-1Comics sind nur etwas für junge Leute? Von wegen! Johann Wolfgang von Goethe war 82 Jahre alt, als er jene Bildergeschichte las und lobte, die manche Wissenschaftler heute als den ersten Comic bezeichnen. Jetzt sind drei von Rodolphe Töpffers Geschichten unter dem Titel „Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois und andere Geschichten“ in einer bibliophilen Ausgabe im Berliner Avant-Verlag erschienen. Der Herr Geheimrat hätte seine wahre Freude gehabt!

Schon die titelgebende Geschichte hat fulminanten Witz! Der arme Tropf Monsieur Vieux Bois ist schwer verliebt, wird aber von seiner Auserwählten (die nur als „das geliebte Ding“ („l’objet aimé“) bezeichnet wird) nicht erhört. Also will er aus dem Leben treten und ersticht sich. Hält sich 48 Stunden lang für tot und „kommt äußerst abgemagert wieder zu Bewusstsein“. Er erhängt sich, und schafft auch das nicht. Nicht nur das geliebte Ding nimmt keine Notiz von ihm, nein, auch der Tod scheint kein Interesse zu zeigen, wie immer er es auch anzustellen versucht. Allzu gern folgt der Leser den wahnwitzigen Erlebnissen des Monsieur Vieux Bois, die rasant und wahrlich komisch erzählt sind. Wie übrigens auch die zweite und dritte Geschichte der Sammlung, die deutlich machen, aus welchem bildgestalterischen Schatz Töpffer schon schöpfen konnte.

Manch ein Rezensent stellt inzwischen die Frage, ob es möglicherweise ohne Johann Wolfgang von Goethe heutzutage keine Comics gegeben hätte. Thomas von Steinaecker spricht in der Süddeutschen Zeitung von Goethe gar als „Hebamme bei der Geburt der neunten Kunst“. Ja, es ist verbrieft, dass der Herr Geheimrat geradezu entzückt war, als er im Alter von 82 Jahren den Bildergeschichten des Genfer Zeichners gewahr wurde: „Töpffer ist Original durch und durch. (…) Es funkelt alles von Talent und Geist! Einige Blätter sind ganz unübertrefflich!“ So jubilierte Goethe und ermutigte Töpffer, seine Geschichten unbedingt in Buchform zu veröffentlichen.

Chronisches Augenleiden macht Pläne zunichte

Der 1799 in Genf geborene Töpffer war ein regelrechtes Multitalent. Von seinem Vater, einem anerkannten Landschaftsmaler, ist Rodolphe Töpffer früh zum Künstler ausgebildet worden – ein Traum für viele angehende Künstler, bei den Eltern so selbstverständlich auf Verständnis für die Berufswahl zu treffen. Doch es sollte anders kommen: Ein chronisches Augenleiden macht Pläne zunichte, es gilt, andere Professionen zu finden. Nach einem Griechisch- und Lateinstudium beginnt er, als Lehrer zu arbeiten. Seine Schüler sind es schließlich, die sich für seine zunächst noch außerhalb des Lichts der Öffentlichkeit entworfenen Skizzen so sehr begeistern, dass er mehrere Skizzenbücher füllt. Über einen alten Schulfreund gelangen die Skizzen bald nach Weimar – zu Goethe.

Den Rest der Geschichte schlagen Sie besser im lesenswerten Vorwort von Herausgeber Simon Schwartz nach. Dort lesen Sie auch, wie die Bildgeschichten entstanden und zu Lebzeiten Töpffers in der Öffentlichkeit aufgenommen worden sind, mitsamt den Schattenseiten von Raubkopien und bislang fehlendem Urheberrecht. Und dann stürzen Sie sich in die titelgebenden „Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois“! Was sofort auffällt: Die für Comics oft wesentlichen Sprechblasen fehlen bei Töpffers Bildergeschichten. Stattdessen sind die einzelnen Panels untertitelt, sowohl mit dem handgeschriebenen französischen Original, als auch mit der deutschen Übersetzung. Was jedoch ebenso ins Auge fällt, ist die Erzählweise: Bild folgt auf Bild, und die schnelle Abfolge sorgt für einen erzählerischen Fluss. Töpffers Strich ist sowohl skizzenhaft, als auch schwungvoll, oft jedoch überzeichnet, als fertige er Karikaturen seiner Figuren an.

Seine Bildgeschichten sind oft sehr amüsant, bisweilen aber auch ganz schön zotig und derb. Dagegen vermisst man manchenorts Tiefgründigkeit, wie sie etwa einem Wilhelm Busch gelungen ist. Möglicherweise ist Töpffer deshalb nach und nach in Vergessenheit geraten, auch weil er zunehmend in Buschs Schatten geriet. Es lohnt sich dennoch, ihn jetzt neu zu entdecken. Und die schmucke Ausgabe im Avant-Verlag erleichtert den Zugang, wenngleich auch diese Zusammenstellung aufgrund ihres ausladenden Querformats eher nicht als Buch für unterwegs geeignet ist – wie schon Héctor G. Oesterhelds „Eternauta“.

Wichtigste Ehrung für grafische Literatur

Dass sich der Avant-Verlag in letzter Zeit dadurch auszeichnet, dass er neben zeitgenössischen Comics und Graphic Novels auch Klassiker der Comic-Geschichte wiederveröffentlicht, und zwar jedes Mal in durchaus beachtlich liebevoller Ausstattung, ist auch der Jury des Max-und-Moritz-Preises aufgefallen. Der Preis, der alle zwei Jahre beim Internationalen Comic-Salon in Erlangen verliehen wird, gilt als die wichtigste Ehrung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum.

In diesem Jahr ist der Avant-Verlag, auch stellvertretend für die Bemühungen kleinerer Verlage, für seine Dienste um die Pflege des kulturellen Erbes mit dem Spezialpreis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte dabei besonders die Ausgaben von „Eternauta“, dem bekanntesten argentinische Comic der 50er Jahre, geschrieben von Héctor Germán Oesterheld, Hans Hillmanns Adaption von Dashiell Hammetts Roman „Fliegenpapier“ (Trailer) und, ja!, die soeben erschienene Edition „Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois und andere Geschichten“ von Rodolphe Töpffer.

Wer sich darüber hinaus mit Töpffer und seinem Werk beschäftigen möchte, sollte noch bis zum 28. August 2016 im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl (Schaumburger Land/Niedersachsen) die Ausstellung „Literatur in Bildern – Die Bild-Geschichten des Rodolphe Töpffer“ besuchen. Zusammen mit der neu verlegten Töpffer-Sammlung im Avant-Verlag bietet sich so ein umfassender Einblick in die Anfänge der Comic-Historie. Schon deshalb unbedingt empfehlenswert, aber auch, weil es nach fast 200 Jahren immer noch nicht an Lesbarkeit und Vergnüglichkeit verloren hat. Das muss einem Autor erst mal gelingen.

Rodolphe Töpffer: Die Liebesabenteuer des Monsieur Vieux Bois und andere Geschichten, Avant-Verlag, Berlin, 2016, 280 Seiten, gebunden, mit Leinenrücken, 39,95 Euro, ISBN 978-3945034286, Leseprobe

Seitengang dankt dem Avant-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Schriftrolle reloaded

IMG_0816Wahre Schmuckstücke und dennoch bezahlbar, das sind die Bücher aus dem Verlag „Round not Square“ aus Berlin. Der Name ist Programm, denn die dort verlegten Werke sind nicht viereckig, sondern rund und – aufgerollt! Das erlaubt eine Rezeption, wie man sie Jahrhunderte lang nicht mehr erlebt hat. Erschienen sind bereits einige Kunst- und Fotobücher, aber auch das zauberhafte Kinderbuch „Wilma und Wolf“ von Luisa Stenzel und Juliane Streich, eine moderne Rotkäppchen-Version.

Wilma, ein pausbäckiges Mädchen, ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter, die natürlich im Wald wohnt. Ausgestattet mit einem roten Käppchen, allerlei Schmackhaftem und dem einen oder anderen warnenden Wort ihrer Mutter, geht sie kühn dahin. Vor dem Wolf hat sie keine Angst. Sie kennt die Geschichten und Märchen über den Räuber des Waldes, aber die schrecken sie nicht, sondern manchen sie allenfalls stärker und sicherer.

Luisa Stenzel hat das alles ganz liebevoll gezeichnet. Kunstvoll nutzt sie das Spiel mit der Buchrolle und lässt auf schmale Text- und Bildpassagen sehr breite Zeichnungen folgen, auf denen Kinderaugen zwischen Baumwipfeln manch Katze oder Kaninchen erblicken. Es gibt viel zu schauen, während sich die Geschichte um Wilma und den Wolf entrollt.

Schicksalhafte Begegnung

Wolf ist nur die Kurzform von Wolfgang, aber das ist vielen gar nicht bekannt, denn die meisten Menschen nehmen Reißaus, wenn Wolf sich nähert. Dabei sieht der mit seinem Reiserucksack auf dem Rücken ganz putzig aus. Finden aber längst nicht alle. Deshalb beschließt Wolf, der Stadt den Rücken zu kehren und es mal mit dem Wald zu versuchen. An einem Strauch voller Himbeeren kommt es schließlich zur schicksalhaften Begegnung zwischen Wilma und Wolf.

Von der Brutalität des Märchenklassikers ist nichts mehr übrig – wenn man mal davon absieht, dass Wolf im Eifer des Gefechts einen Tritt vors Wolfsschienbein bekommt. Ansonsten ist „Wilma und Wolf“ eine einfallsreiche und vergnügliche Rotkäppchen-Adaption. Anders als in der US-Waffenlobbyisten-Version der NRA braucht es hier auch kein Gewehr.

Die Idee zu „Wilma und Wolf“ stammt von der Illustratorin selbst. Stenzel, 1984 in Lissabon geboren, studierte in Münster und Lissabon Design mit Schwerpunkt Illustration und lebt und arbeitet heute in Dresden. Die freie Autorin und Journalistin Juliane Streich hat den Text geschrieben, feinfühlig, modern und mit einem Korb voll Witz. Sie arbeitet und lebt – „als Lo-Fi-Bohème“, wie sie von sich selbst sagt – in Leipzig.

11 Meter

IMG_0818„Wilma und Wolf“ wird, wie alle Bücher im Verlag „Round not Square“, von Hand gebunden. Rollt man es ganz aus, braucht man einen ziemlich langen Tisch. Oder Flur. 11 Meter misst die Geschichte in voller Länge. Man könnte sie also auch zu mehreren an einer langen Tafel lesen. Das ist verrückt, macht aber irre viel Spaß. Und damit man weiß, wie man so ein Rollbuch überhaupt liest, liegt jedem Buch eine Anleitung bei.

„Round not Square“ steht noch ganz am Anfang einer bereits jetzt vielversprechenden Verlagsgeschichte. Gegründet im Jahr 2015 von Antonia Stolz und Ioan C. Brumer, sind bereits die ersten fulminanten Kunst- und Fotobücher erschienen. Und „Wilma und Wolf“. Für ihren Verlag haben Stolz und Brumer neue Drucktechniken ausprobiert, Materialen angefasst und Designs gebaut, erzählen sie auf ihrer Webseite: „Das Design, das Konzept und die gesamte Produktion sind allein unsere Idee. Wir machen alles selbst und sind ein bisschen stolz, unseren eigenen, selbstgeführten und sehr unabhängigen Verlag gegründet zu haben.“

Die Schriftrolle ist zurück, und mit ihr die Möglichkeit, Geschichten auf eine andere Art zu erfassen. Wer Bücher nur liest, um sich zu unterhalten, wird damit wohl nicht viel anfangen können, wahre Buchfreunde, Bibliophile oder Kunstbegeisterte aber werden mit den Rollenbüchern eine längst vergessene Art des Lesens neue entdecken können. Von wegen Rock’n’Roll… Roll’n’Read!

Luisa Stenzel: Wilma und Wolf, Round not Square, Berlin, 2015, 11 Meter lang, 20 Zentimeter hoch, handgebunden in Buchleinen mit Magneten, 20 Euro, bestellbar über den Onlineshop des Verlags

© Uwe Dettmar, Frankfurt am Main

© Uwe Dettmar, Frankfurt am Main

Wieder einmal: Was für eine Pracht! Die Stiftung Buchkunst hat jetzt die „Schönsten deutschen Bücher“ des Jahres 2016 gewählt. Aus rund 800 von den Verlagen eingesandten Titeln wählten zwei Expertenjurys die schönsten 25 Bücher aus – je fünf in den fünf Kategorien „Allgemeine Literatur“, „Fachbücher, wissenschaftliche Bücher, Sachbücher, Schulbücher“, „Ratgeber“, „Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge“ und „Kinderbücher, Jugendbücher“. Wer bibliophile Ausgaben liebt, sollte sich diese 25 Werke unbedingt anschauen!

Sie seien vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigten eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten, erklärt die Stiftung in einer Pressemitteilung. „Die prämierten Bücher setzen Zeichen und zeigen wichtige Trends und Strömungen der deutschen Buchproduktion.“

Unter den 25 schönsten Büchern findet sich etwa Jakob Hinrichs Graphic-Novel-Bearbeitung von Hans Falladas „Trinker“, erschienen 2015 im Verlag Metrolit in Berlin. Debütiert hatte Hinrichs im Jahr 2012 mit einer grafischen Adaption von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“, erschienen in der Büchergilde Gutenberg und mittlerweile in mehrere Sprachen übersetzt.

„Bildergeschichten von litarischer Qualität“

Für sein neues Buch hat sich Hinrichs intensiv mit dem Werk und dem Leben Falladas auseinander gesetzt. Mit dem „Trinker“ hat der morphium- und alkoholsüchtige Fallada einst nicht nur die eigenen Erfahrungen mit dem Alkoholismus verarbeitet, sondern auch seine persönlichen Krisen und Demütigungen. Die Jury der Stiftung Buchkunst urteilt: „Dieser Comic belegt, dass auch Bildergeschichten von litarischer Qualität sein können. (…) Der Zeichner definiert auf kreidiger Farbpalette regelrechte Stimmungsregister, die er so einsetzt, wie in frühen Stummfilmen die szenischen Grundemotionen in Farben codiert wurden.“

Im Bereich „Fachbücher, wissenschaftliche Bücher, Sach- und Schulbücher“ begeisterte sich die Jury zum Beispiel für das satt gelbe Buch „Die Biene – Eine Liebeserklärung“, erschienen bei Greenpeace Media. Ein Buch über Bienen, ihre Fähigkeiten, ihre Produkte, aber natürlich auch über ihre Bedrohungen. Die Jury dazu: „Die großzügigen Kapitelanfänge fallen unmittelbar ins Auge; kleines Bienchen auf rechter luftiger Seitenmitte, verso kursive Zitate in übergroßem Grad; gegenüber geht es los mit Kapitelüberschrift und Text. (…) Der Untertitel bekennt: »Eine Liebeserklärung«, die Ausstattung belegt: nicht nur an die Biene.“ Ein Video-Porträt über das Buch und die Autorin Katja Morgenthaler gibt es übrigens hier bei YouTube.

Auch ein Kochbuch hat es unter die 25 schönsten Bücher dieses Jahres geschafft: „Salt & Silver. Reisen, Surfen, Kochen: Lateinamerika“. Es ist das erste Buch von Johannes Riffelmacher und Thomas Kosikowski, die ihre Jobs gekündigt und sich auf die Socken gemacht haben, um die besten Rezepte und die schönsten Surfspots Lateinamerikas zu finden. Kleiner Tipp am Rande: Wenn sie nicht gerade rund unterwegs sind, kochen sie übrigens an ausgewählten Tagen im Hamburger „Kleinen Phi“. Die Jury jubilierte am Ende der ausführlichen Beurteilung: „Dieses Buch strotzt vor Lebensfreude.“

„Zweibücherbuch zum Umstülpen“

Bei den Kinder- und Jugendbüchern sticht die Ausgabe von Lewis Carolls „Alice im Wunderland – Alice hinter den Spiegeln“ aus dem Gerstenberg-Verlag hervor, jenes wunderbare „Zweibücherbuch zum Umstülpen“. „Wo soll man bei diesem komplexen Bild-Text-Arrangement mit der Beschreibung beginnen?“ fragt die Jury in ihrer ausführlichen Bewertung. „Bei der Zauberhaftigkeit des gesamten Bandes? Allein die Kapitelanfangsbilder in ihren floral ornamentalen Varianten reichen aus, um in Verzückung zu geraten.“

Der Gerstenberg-Verlag aus Hildesheim hatte anlässlich des 150. Geburtstags von „Alice im Wunderland“ im Jahr 2015 die von der niederländischen Künstlerin Floor Rieder illustrierte Ausgabe herausgegeben, ein wahres Prachtstück. Besonders raffiniert ist die von der Stiftung Buchkunst erwähnte Wendetechnik: Hat man „Alice im Wunderland“ durchgelesen, dreht man das Buch um und beginnt dort „Alice hinter den Spiegeln“ zu lesen (hier gibt’s eine Leseprobe des Verlags).

Alle prämierten Bücher mit ausführlicher Jury-Begründung und weiteren Informationen zum jeweiligen Buch gibt es natürlich auf der Webseite der Stiftung Buchkunst. Der Blick lohnt sich!

Einer der prämierten Buchtitel hat zusätzlich die Chance, den renommierten und mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst“ zu ergattern. Auch das entscheidet wiederum eine Jury, und das Ergebnis wird am 8. September bei einem Festakt in Frankfurt am Main bekannt gegeben.

Seit 1966 begleitet die Stiftung Buchkunst mit Sitz in Frankfurt am Main und Leipzig kritisch die deutsche Buchproduktion. Ihr Ziel ist, die Qualität des Buches in technischer und künstlerischer Hinsicht zu fördern. Der Wettbewerb „Schönste deutsche Bücher“ ist die Hauptaufgabe der Stiftung. Damit will die Stiftung Buchkunst den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen lenken und damit dem Medium Buch und seiner Form zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen.

Zwischen Astra und Auftragskillern

Blaue NachtTreffen sich ein österreichischer Auftragskiller, ein albanischer Drogenboss und eine Hamburger Staatsanwältin… So könnte ein schlechter Witz beginnen. Simone Buchholz‘ „Blaue Nacht“ ist weder Witz noch schlecht. Ihr neuster Wurf ist schlichtweg einer der besten Krimis dieses Frühjahrs. Völlig zu Recht hat er es im Mai auf der Bestenliste der Wochenzeitung „Die Zeit“ von Null auf Platz eins geschafft.

Die Hamburger Staatsanwältin Chastity Riley hat es nun wirklich nicht leicht. Zum einen ist sie als Halbamerikanerin mit dem furchtbaren Vornamen geschlagen, der immer noch partout falsch verstanden wird. Zum anderen aber ist sie mittlerweile zur Opferschutzbeauftragten degradiert worden, nachdem sie einen Vorgesetzten der Korruption überführt und einem Gangster die Familienplanung unmöglich gemacht hat. Cojones hat der jedenfalls allerhöchstens noch im übertragenen Sinne.

Ihr neuster Fall ist von drei üblen Jungs regelrecht fertig gemacht worden. Kaum ein Knochen ist nicht gebrochen, den rechten Zeigefinger hat er, schnipp-schnapp, gleich ganz verloren. Der Mann ohne Namen liegt im Krankenhaus, und ausgerechnet Riley soll nun rausfinden, wer das ist, und wer den Mann so zugerichtet hat. Der aber schweigt beharrlich und lässt sich nur durch die beherzte Astra-Zufuhr erweichen, überhaupt mal mit ein paar Infos rüberzuwachsen. Dadurch kommen Riley und ihre Kollegen einem Ganoven auf die Schliche, der seit Jahren unbehelligt sein Unwesen in der Hamburger Unterwelt treibt, weil er in den Mächtigen der Stadt ebensolche Schutzpatrone hat.

Starke Sprache

Was diesen Roman vor allem so stark macht, ist die Sprache. Was ist das nur für eine Autorin, die so kiezig, so lakonisch, so raubeinig schreibt, dann aber wieder so melancholische Bilder findet? Wer schöne Wörter und Ausdrücke sammelt, kann in „Blaue Nacht“ ein wahres Sammelsurium entdecken. „Der Mond hängt vor meinem Fenster, er ist drauf und dran, sich zu halbieren, und der Hafenstaub hat auch noch einen seiner speziellen Filter draufgepackt. Er sieht aus wie eine große, gelbe Kartoffel.“ Aus Fenstern „kullert gelbes Licht“, in Wohnungen hausen Menschen mit Namen „wie schlechtes Wetter: Niesgrau und Tuschrack“ und „im Hintergrund biegen sich ein paar unerhört magere Birken im Wind nach rechts. Industriegebietsbaumbestand.“

Und der Hamburger Lokalkolorit kommt selbstverständlich auch nicht zu kurz. Allenortens wird Astra gereicht, die Reeperbahn, St. Pauli, die Hafenfähren, die Elbphilharmonie finden ihren Weg in die Geschichte. Und wie schon in Heinz Strunks „Der goldene Handschuh“ ist auch bei Simone Buchholz eine Kiezkneipe einer der wesentlichen Schauplätze ihres Romans. Da wird nach allen Regeln der Kunst gesoffen, und auch Riley langt kräftig zu. Die „Blaue Nacht“ gibt es übrigens wirklich, eine Fußballkneipe, in einer Parallelstraße zur Reeperbahn. Und wie bei Buchholz dudelt auch hier regelmäßig die Jukebox.

Gefühlt ist Riley wirklich mehr in der Kneipe als mit dem Fall beschäftigt, und manchmal möchte man sie am Kragen aus der Kneipentür schleifen und sagen: Mädchen, nun mach doch mal, die Spannung lässt nach. Und schon hat er dich selbst gepackt, der Roman, denn du bist drin im Plot, du willst, dass Riley den Kopf von der Theke nimmt und die Ermittlungen vorantreibt. Etwas Besseres kann einem Roman und seinem Leser doch gar nicht passieren als die unmittelbare Nähe zur Protagonistin! Denn schon wenig später möchte man sich auch allzu gern auf einen leeren Hocker an der Theke schwingen und zwei weitere Astra bestellen, eins davon für Riley.

Crystal Meth und der neue Wahnsinn namens „Krok“

Das Subthema, die Modedroge Crystal Meth und der neue Wahnsinn namens Krokodil („Krok“), kommen dafür leider etwas zu kurz. Die Darstellung von Drogenabhängigen hätte im Vergleich zur übrigen Gewaltdarstellung etwas drastischer sein können. So wirkt Rileys Reaktion, als sie zum ersten Mal Krok-Abhängige sieht, etwas dürftig, blass, verhalten, wohl auch ungewöhnlich naiv für eine Staatsanwältin ihres Schlags: „Ich kann mich nicht bewegen und ich kann nichts sagen. Ich möchte: schreien. Weinen. So was darf es einfach nicht geben.“ Das ist eine Kleinmädchenrechnung. Und was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.

„Blaue Nacht“ ist der sechste Teil der Reihe um die Staatsanwältin Chastity Riley, und man kann mit Fug und Recht behaupten, es ist auch der beste Teil bisher. Gelesen haben muss man die vorherigen Romane zum Verständnis nicht. Aber es schadet natürlich auch nicht. Möglicherweise war es für Buchholz ein geschickter Schachzug, für den neuen Band vom Verlag Droemer Knaur zu Suhrkamp zu wechseln. Die Aufmerksamkeit derzeit ist riesig. Möge sie noch lange anhalten und uns weitere so hervorragende Riley-Krimis besorgen. Noch ein Astra für uns zwei, Chastity?

Simone Buchholz: Blaue Nacht, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2016, 238 Seiten, broschiert, 14,99 Euro, ISBN 978-3518466629, Leseprobe, Lesung bei zehnseiten.de, Simone Buchholz im Gespräch mit Ralf Grauel

GCT2016_Poster_A4_mit_CoverZum Gratis-Comic-Tag am 14. Mai 2016 hat Seitengang ein GTC-Komplettpaket verlost – also alle 34 Hefte! Bis Freitag, 13. Mai, 11.59 Uhr waren die Seitengang-Leser aufgerufen, den Gewinnspiel-Artikel zu kommentieren und zu schreiben, warum sie so gerne Comics bzw. Graphic Novels lesen und vielleicht auch, welcher ihr liebster ist und warum. Jetzt ist die Gewinnerin ausgelost und bereits benachrichtigt worden.

Gewonnen hat Julia G. aus Bielefeld. In ihrem Kommentar schreibt sie, dass sie noch relativ Comic/Graphic Novels-unerfahren sei. „Klar, in meiner Kindheit habe ich die Klassiker wie Die Schlümpfe, Donald Duck und Lucky Luke verschlungen. Von meinem Vater bekam ich alle Asterix-Bände geschenkt.“ Jetzt aber habe sie die Graphic Novels für sie entdeckt, wobei sie besonders begeistert war von Barbara Yelins „Irmina“.

Seitengang bedankt sich herzlich bei den Teilnehmern des Gewinnspiels für die ausführlichen Kommentare und wünscht am Samstag einen feinen Gratis-Comic-Tag! Alle Informationen dazu, welche Läden in Ostwestfalen-Lippe mitmachen und was der Gratis-Comic-Tag überhaupt ist, gibt es nach wie vor hier!

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